About Me

Der Autor – also ich

In diesem Artikel möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Lebensgeschichte geben, damit ihr seht, mit welchem Freak ihr es hier zu tun habt.

Geboren wurde ich (wie andere Menschen auch, ja, ich wurde geboren -an der Stelle nochmals Danke Mutter für die harte Arbeit -) in einem 35.000 Seelenstädtchen nahe der französischen Grenze.

Je ne parle pas français! Um die Frage gleich zu beantworten. Ein „relativ“ normales Kind eines Fernfahrers und einer Hausfrau, man könnte es einfach working class nennen. Meine Kindheit war behütet, in normalen Verhältnissen, ich war nicht immer der beliebteste Schüler, auch nicht der Fleißigste, hatte auch nicht viele Freunde, aber immer relativ gute. Schon damals merkte ich wie wichtig es ist die richtigen Leute um sich zu haben. Eine Lektion, die mich mein Leben lang begleiten sollte. Schon als Kind war mein Lieblingsspielzeug Matchbox und mein Spielzeugparkhaus und ich denke auch, dass das bei jedem kleinen Jungen normal ist, aber bei mir hinterließ das definitiv tiefere Spuren in der Seele, als bei anderen. Da kommt mir die Idee: Ich brauch wieder so ein Spielzeugparkhaus! Ich schaue gleich mal bei Kleinanzeigen…

Zurück zum Thema: Motorsport war zu der Zeit in Deutschland ein großes Thema. Michael Schumacher fuhr einen weiteren Weltmeistertitel für Benetton in der Formel 1 ein und Colin McRae gewann die WRC. Alles Dinge, die mich damals schwer beeindruckten. An der Stelle muss ich wieder ein großes Dankeschön an meine Eltern aussprechen, die meine junge Faszination schnell bemerkten und dafür Sorge trugen, dass ich noch vor meinem zehnten Geburtstag im Kart gesessen habe. Was ein weiterer Boxenstopp in meinem automobilen Leben darstellte. Die Jahre im Kart waren toll und ich lernte viel über Technik, Fahrverhalten, Bodenhaftung etc… Die Liste wäre zu lang hier für. Weiter im Text: den Kartsport betrieb ich bis ich 15 war und mir leider das Geld ausging. Sponsoren ließen auf sich warten und so war meine Rennfahrerkarriere beendet, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Die Flamme der Leidenschaft jedoch brannte stärker als jemals zuvor. Vor allem die Sucht nach Wissen. Alles wollte ich wissen, alles. Ich war ein junger Teenie, ich ging nicht in Discos oder rauchte mit Schulfreunden am Spielplatz, nein, ich kaufte mir mit 16 mein erstes eigenes Auto.

Es wurde… ein Opel Manta B GSI Irmscher Exklusiv (Dieses Fahrzeug wird nicht gelistet, da ich nie wirklich mit der Kiste gefahren bin). Ok, ich geb’s zu, ich hab das Ding kaputt gebastelt. Die Opel Fans unter euch mögen mich jetzt steinigen, aber wie steht es schon im heiligen Service Heft: Wer von euch ohne Bastelerfahrung ist, der werfe den ersten Schraubenschlüssel 🙂 oder so ähnlich… Dieses Auto verhalf mir jedoch zu meinem immer größer werdenden Verständnis für Motoren und ich wollte mehr.

Mit 16 kam dann die Moped-Zeit und die ersten Bekanntschaften mit der 150 PS-Gang. Ok, VIELE Bekanntschaften mit den Jungs von der Rennleitung. In meiner Freizeit probierte ich viel aus, denn ich wollte mehr, mehr Leistung (wieder etwas was mich mein Leben lang verfolgen sollte). In dem Zeitraum etwa passierte noch etwas, ein weiterer Knotenpunkt auf meiner Reise.

Ich legte mir irgendwann in jungen Jahren eine Playstation zu. Zocken war in meiner Jugend eine weitere Freizeitbeschäftigung. Da die Kohle wie immer knapp war, wurde es eine gebrauchtes Modell und der Händler damals, ich verfluche ihn heute dafür, hatte leider nur wenige Spiele zur Auswahl. Mein Blick fiel dann auf etwas, das alles verändern sollte… Gran Turismo. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, damals mehr Zeit mit diesem Spiel verbracht zu haben als mit meiner Lehrerin. Gran Turismo änderte alles, mein Blick für Autos, mein Blick fürs fahren und vor allem war es der beginn meiner Liebe zu japanischen Sportwagen. Dort traf ich ihn zum ersten mal: Godzilla. Aber dazu später mehr.

Mein 18. Geburtstag rückte näher und der Geldbeutel weinte Tränen aus Blut (Noch etwas, was mich ein leben lang… ach ihr wisst was ich meine). Jedenfalls machte ich aufgrund dessen meinen Führerschein erst mit 20 aber was soll’s. Am Ende wird wie immer alles gut. Für den kleinen Anfang übernahm ich den Twingo meiner Mutter. Nochmals Danke Mutti! Und, hey, lasst euch eins gesagt sein, ich finde bis heute das selten so ein gutes Fahrzeug für Fahranfänger gebaut wurde. Natürlich fand ich das Teil damals nicht so „State of the Art“, machte aber das Beste draus, oder das Schlimmste, aber das liegt im Auge des Betrachters. Jedenfalls hätte ich mir damals schon die Autos geleistet die ich wollte, würde ich heute nicht hier am Laptop sitzen und euch diese Zeilen schreiben.

Deswegen an alle Führerschein-Neulinge da draußen, bleibt auf dem Teppich, fangt klein an, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ist altbacken der Spruch, aber er trifft zu.

Nach einer Weile musste es mehr sein und ich landete wieder bei Opel, dann mit 106 PS King of the Road-Style, aber es war mal ein Coupé. Ich liebe Coupés bis heute keine, andere Fahrzeugform (Monoposto ausgenommen) spricht mich mehr an, ja, es grenzt fast an Coupéphilie.

Mit Anfang 20 hatte ich dann endlich mal etwas Geld verdient, oder zumindest dachte ich das (Vorstellung und Wirklichkeit). Der Leistungshunger war immer noch nicht gestillt, also sprang ich sofort kopfüber ins Becken der japanischen Sportwagen-Elite… Nissan Skyline R34… Diese Worte zergehen auf der Zunge wie ein Pfund Butter im Kochtopf bei Mutti. GTR war finanziell die Reise zum Mond, es war jedoch nicht mehr drin als eine Kaffeefahrt auf einen Polenmarkt. Also GTT… es war laut, es hatte Turbo / Leistung und zum ersten mal das Steuer auf der richtigen Seite. Nachdem ich beim Importeur meines Vertrauens alles abgegeben habe was möglich war (inklusive meiner Seele), begann die erste Skyline Ära. Ja das Auto schaffte es endlich meinen Leistungshunger zu stillen. Aber wie das im Leben so ist, alle schönen Dinge gehen einmal zu Ende und so trennte auch ich mich nach drei Jahren wieder vom GTT, meine damalige Freundin auch kurz darauf von mir, aber wie gesagt, ist eine andere Geschichte… Ob das zusammen hing hmmm mysteriös, habe ich nie drüber nachgedacht, aber egal.

Danach kam eine sehr ruhige Zeit, viele Autos, viele waren gut, viele waren junk, alles in allem so durchwachsen wie ein Schnitzel von der Autobahntankstelle. Dem Motorsport blieb ich treu. In meiner Freizeit war ich viel unterwegs, Car Freitag, Drift Events, die ganze Palette. Ich versuche generell bis heute, wie viele von euch, das Jahr über so viel Events wie möglich mitzunehmen, was aber mittlerweile aufgrund meines Hauptberufes nicht immer so gelingt.

Mit Mitte 20 kam die erste Umschulung zum KFZ Mechatroniker -yeah- Traumberuf?? Nicht wirklich. Mir war schnell klar, dass ich das nicht ewig machen werde. Ich machte die Ausbildung eigentlich nur um meine Leidenschaft weiter auszubauen. In der Zeit hatte ich auch meine ersten Wankel. Die Hassliebe meines Lebens, wirklich, ich Liebe diese Motoren, sie drehen bis zum Overkill, sie sind besonders, sie sind Zeitlos, sie sind… einfach beschissen… Ernsthaft, ja, don‘t try these at home. Sie sind einfach nichts für den Alltag. Nicht der Verbrauch, ich meine, ein echter Autofreak gibt mehr für sein Auto aus als für Nahrungsmittel und ich glaube immer noch fest, dass es da draußen Wankelfahrer gibt, bei denen die Motoren stabil halten (ja, ich bin abergläubisch), aber auf dem Markt sind die meisten Kisten kaputt bevor man sie kaufen kann. Am Ende meiner Lehre dachte ich wieder einmal Back to the Roots, also Nissan Skyline R34… Ihr wisst Geld und so, also… GTT.

Die Skyline Ära 2 begann wieder toll. Wieder viel erlebt, viel gesehen, viel gehungert. Nach 18 Monaten siegte der knurrende Magen und unsere Wege trennten sich erneut, jedoch weiter im Glauben, dass mir der Flug zum Mond irgendwann gelingen wird (und an alle Hater, er wird mir gelingen).

So, die Lehre hatte ich hinter mir, Lust das hauptberuflich zu machen hatte ich natürlich nicht und so schlug ich mich durchs Leben. Hier und da gejobbt, wieder RX8, hier und da mal was anderes. Nach ein paar Jahren änderte sich die berufliche Situation abrupt. Den Spaß am Schrauben und an Autos war größer denn je und ich lebte das auch immer weiter aus.

Nach einer weiteren Umschulung bei einem mitteldeutschen Verkehrsunternehmen geht’s mir in dem Sektor mittlerweile gut und ich kann sagen, dass ich angekommen bin. Der Fahrzeug Fuhrpark wechselte schneller als Eminem rappen konnte aber nach einer Zeit landete ich beim aktuellen Modell, einer Celica T23 TS. Ich mag mein Auto, es ist ein gesunde Mischung aus Sport und Verstand. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn Godzilla und ich haben noch eine Rechnung offen.

Jedenfalls, nach all den Jahren und all den Autos, all den Tränen und all dem Geld (ich glaube ich könnte mittlerweile echt zum Mond fliegen, hätte ich all die Kohle angespart, die ich ausgegeben habe),habe ich mich nach langem überlegen dazu entschlossen, meinen automobilen Horizont mit euch zu teilen und euch wöchentlich über all den Wahnsinn auf dem Laufenden zu halten.

Die Geburtsstunde dieses Blogs war die Idee zu anderen Ufern aufzubrechen, was neues zu machen und jungen wissenshungrigen Leuten eine moderne und lustige Basis zu geben, eine die ich mir früher selbst gewünscht hätte. Ich freue mich auf die Reise, die wir in Zukunft gemeinsam unternehmen werden und bin gespannt, an welchen automobilen Hotspots wir uns die Zeit vertreiben werden.

Ich danke euch allen, die es bis hier geschafft haben zu lesen und dran zu bleiben und hoffe euch auch in Zukunft hier zu sehen.

 

Bis dahin
Euer Helmut